A Closer Look (Alben & EPs)

A Closer Look: The Blackout Argument – Detention

Artist: The Blackout Argument

Album: Detention

Genre: Hardcore

Allgemein: 14 Songs in ca. 43 Minuten

Veröffentlichung: 04.02.2011

Wenn man hört das ein Album auf Redfield Records erschienen ist, weiß man eigentlich schon das es sich um ein Hardcore Album handelt. So auch bei The Blackout Argument. Die fünf Münchener veröffentlichten dieses Jahr ihr drittes Album, das erste bei Redfield Records, und auch sie erfinden das Redfield-Rad sowie auch das (Post-)Hardcore-Rad nicht neu. Schon beim Opener, High Treason on your Own, merkt man das man hier nicht auf besonders viel Innovation treffen wird. Der Gesang ist ein munterer Wechsel aus Growls und klarem Gesang, Gitarre und Schlagzeug scheinen sich zu duellieren wer hier nun das dominierende Instrument ist und der Bass macht die ganze Sache dann rund. Also kann man sagen: alles wie immer im wildem Hardcore Geflecht. Das kann man jetzt natürlich negativ auffassen, sollte sich aber im nächsten Moment fragen, ob man überhaupt was anderes will. Und doch trifft man in den 14 Songs von Detention auf den ein oder anderen Leckerbissen. Sei es Absolution for Supermen bei dem gegen Ende Fink von Zero Mentality zu hören ist und den Song mit seiner Stimme noch einmal ordentlich nach vorn schiebt, oder das sich direkt anschließende Fine Feathers make fine Birds das mit einem Refrain der Oberklasse und ziemlich wütend klingenden Parts in den Strophen sicherlich für den ein oder anderen offenen Mund sorgen kann. Der stärkste Song ist meiner Meinung nach jedoch der vorletzte, Overweight against Heart Attacks. Der Song ist sowieso schon verdammt gut geworden, Refrain und Strophe passen. Doch dann, kurz vor Ende kommt die Überraschung: Rapper Casper leiht dem Song für circa 20 Sekunden seine Stimme, und sorgt damit dann für das klare Highlight des Albums. Leider bekommt man nicht das ganze Album über solche wirklichen Hochkaräter. Der Großteil der Songs will einfach nicht so richtig ins Ohr und bleibt im Schatten der Songs die etwas mehr herausstechen.

Fazit:
Detention ist, auch wenn das mein letzter Satz jetzt vielleicht vermuten lässt, kein schlechtes Album. The Blackout Argument verstehen was von ihrem Handwerk. Vielleicht liegt es an der Qualität mancher Songs das Andere dabei auf der Strecke bleiben, vielleicht hätte man einfach nur ein paar weniger Songs auf das Album packen sollen (14 sind ja eine ganze Menge) damit sie mehr auffallen. Aber das alles ist egal. Jetzt ist es ja zu spät. Detention ist trotz alledem ein gutes Hardcore Album geworden dem jeder Genre-Fan dieses Jahr eine Chance geben sollte um sich sein ganz eigenes Bild zu machen.

Anspieltipps: Absolution for Supermen, Fine Feathers make Fine Birds, Overweight against Heart Attacks

Endergebnis: 8 von 12


A Closer Look: Architects – The Here and Now

Artist: Architects

Album: The Here and Now

Genre: Hardcore

Allgemein: 10 Songs in ca. 40 Minuten

Veröffentlichung: 21.01.2011

Zu Beginn meiner kleinen Review möchte ich noch erwähnt haben, dass The Here and Now das erste Album der Architects ist mit dem ich mich genauer beschäftige. Alle vorherigen Alben die die Band so veröffentlicht hat sind mir (bis jetzt) ziemlich unbekannt. Warum ich das sage? Da ich in meinen Recherchen zu dem Album ziemlich oft auf Aussagen von Fans getroffen bin das The Here and Now nichts mehr mit den alten Sachen zu tuen hat. Ihr dürft also keine Vergleiche mit älteren Alben erwarten. Völlig ohne Erwartungen bin ich also an das Album herangegangen. Außer natürlich der Erwartung eine gute Hardcore Platte aus UK auf die Ohren zu bekommen. Und so wurden in den ersten vier Songs des Albums meine Erwartungen schon einmal mehr als befriedigt. Die Architects überzeugen durch schnelles Gitarrenspiel und einen Drumsound der auch als Workout dienen könnte. Sänger Sam Carter überzeugt durch eine Stimme die sowohl in den Schrei- und Growl Parts überzeugt als auch in den normalen Gesangpassagen. Als Highlight dieser ersten vier starken Songs muss ich auf jedenfall Song Nummer 3, Delete, Rewind, hervorheben. Besonders der hymenartige Refrain überzeugt auf ganzer Linie, Sam Carter scheint sich die Seele aus dem Leib schreien zu wollen. Doch dann kommt der fünfte Song, An open Letter to Myself, und das Bild der wütenden Hardcoreband wird mit einem Schlag eingerissen. Ein Song den man so nach den ersten vier nicht erwartet hat. Poppig, ja fast radiotauglich, kommen Architects auf einmal daher. Kein schreien mehr sondern nur noch klarer Gesang. Sicherlich werden mich jetzt einige für diesen Vergleich hassen aber der Song erinnert mich einfach so extrem an 30 Seconds to Mars Vorallem ab Minute zwei, wenn der Song dann noch einmal mit marschierenden Drums und mehrstimmigen Gesang noch einmal fahrt aufnimmt könnte er auch gut von Jared Leto und Kollegen stammen. Das wäre auch alles negativ gemeint, würde mir der Song nicht doch so gut gefallen, wie er es eben tut. Mit dem vorletzten Song, Heartburn, driften sie noch einmal in die ruhigeren Gefilde ab. Jedoch weniger 30 Seconds to Mars like. Heartburn ist ein richtig gelungener ruhiger Song geworden, der dem geneigten Metalcore/Hardcore Fan sicher nicht gefällt, mir dafür umso mehr. Während er nur mit Akustikgitarre startet, wird einem spätestens wenn die Drums einsetzen klar das die Architects nicht nur laut sein können sondern genauso ein Gespür für leise Songs haben und während man noch in den Gedanken zu Heartburn festsitzt wird man vom letzten Song brutal aus diesem gerissen. Für mich ist das dann auch das Highlight des gesamten Albums. Year in Year out/Up and Away setzt sich aus zwei verschiedenen Songs zusammen. Und, wie gesagt, der Year in Year out Teil ist für mich das klare Highlight des Albums! Der Grund dafür ist auch ziemlich simpel: der Gastauftritt von Grag Puciato. Sänger von The Dillinger Escape Plan. Es ist kein langer Auftritt aber Puciato weiß in der kurzen Zeit die er hat dem Song noch eine ganz spezielle Note zu geben.

Fazit:
The Here and Now ist sicher kein klassisches Hardcore Album. Dafür sind es der ruhigen, poppigen Momente, dann doch zu viel. Doch Architects beweisen das sie beides können: zum einen die brachiale Hardcore Band seien aber auch genauso das Talent für ruhige Songs haben. Hätte Sam Carter nicht so eine überragende Stimme, die voller Emotionen steckt, würde ich vielleicht anders darüber denken, aber da er sie nun mal hat, und sie in den ruhigen Momenten einfach perfekt klingt, möchte ich da auch gar nicht zu viel meckern. Er bringt die Texte, die zum Großteil vom zweifeln und der Jugend handeln einfach perfekt rüber.

Anspieltipps: Delete, Rewind, An open Letter to Myself, Year in Year out/Up and Away

Endergebnis: 9 von 12

Und zum Abschluss noch das Video zu Learn to live:


A Closer Look: Frank Turner & Jon Snodgrass- Buddies

Artist: Frank Turner & Jon Snodgrass

Album: Buddies

Genre: Songwriter

Allgemein: 10 Songs in 24 Minuten

Veröffentlichung: 31.01.2011 (Download in Deutschland)

Ein Projekt wie dieses hat es sicher noch nicht oft gegeben. Der englische Songwriter Frank Turner und Jon Snodgrass von Drag The River haben sich zusammen geschlossen um gemeinsam ein Album aufzunehmen. Aber kein gewöhnliches Album. Buddies wurde an einem Tag geschrieben und am nächsten Tag aufgenommen, das alles dann auch noch während sie auf Tour waren. Und genau das hört man dem Album auch an. Sei es die Produktin, die sicher etwas besser sein könnte, aber man stand ja unter Zeitdruck (was aber nicht heißen soll das sie schlecht ist, die Songs hören sich trotzdem grandios an), oder die etwas eigenartigen Themen der Songs. So handelt ein Song von dem Flugbegleiter Steve (The Ballad of Steve), von dessen Story sie in den Nachrichten gehört haben. Zur Erinnerung es geht um den Flugbegleiter Steven Slater der aus Wut über einen Passagier das Flugzeug mit zwei Flaschen Bier über die Notrutsche verlassen hat. Oder New Orleansy in dem es um die Nacht geht in dem sie den Superbowl geschaut haben. So zieht sich das eigentlich durch die ersten 9 Songs des Album, die mehr durch Witz, als durch Tiefgründigkeit glänzen. Der zehnte, Remember That Time When We Wrote This Record?, ist noch einmal ein kleiner Rückblick auf das Album. Musikalisch wiederrum bekommt man genau das, was man erwartet. Typische Songwriter Songs, mit nichts anderen als Akustikgitarren und ab und zu mal einer Mundharmonika. Nur ein Song fällt aus diesem Muster heraus. Sie selbst nennen es ihren Dance-Hit. Mo’squitoz. Ein weing überraschend da ich so etwas wirklich nicht erwartet hätte, aber auch wieder verdammt lustig und auch verdammt gut. Das Motto, welches sie sich für das Album ausgedacht haben, “Two days, two buddies, ten hits.” wurde auf eine etwas andere Weise auf jedenfall perfekt umgesetzt.

Fazit:
Buddies ist auf keinenfall ein neues Meisterwerk des Songwriter Genres. Was aber auch sicher nicht ihr Ziel war. Es ging ihnen viel mehr darum, denke ich mir, einfach nur Spaß zu haben, was man den ganzen Album anhört. Vorallem da man vor und nach den Songs (und auch manchmal mitten in den Songs) kleine Dialoge zwischen Frank und Jon hört in denen sie größtenteils lachen und auch die Texte sind größtenteil, wie schon erwähnt, mehr lustig als ernst. Auch hätte man die Songs sicher noch weiter ausreifen lassen müssen um sie besser werden zu lassen. Aber was will man schon bei so einem 48 Stunden Projekt erwarten. Trotzdem sollte man Buddies eine Chance geben, zum einen eben wegen diesen ominösen 48 Stunden Entstehungs-Zeit die dem Album doch eine besondere Note geben, dann bekommt man mit Songs wie z.B.: The Ballad of Steve aber auch Stücke, die wirklich grandios sind.

Anspieltipps: The Ballad of Steve, Old Fast Songs, Mo’squitoz

Endergebnis:8 von 12

Hier noch ein kleines Video zu Big Rock in Little Rock:


A Closer Look: Beatsteaks – Boombox

Artist: Beatsteaks

Album: Boombox

Genre: Rock, Punk

Allgemein: 11 Songs in ca. 34 Minuten

Veröffentlichung: 28.01.2011

Genau 1400 Tage lagen zwischen dem Release des letzten Beatsteaks Album .Limbo Messiah und dem vor kurzem veröffentlichten neuen Album Boombox. Die selbst verordnete Bandpause ist spätestens jetzt offiziell beendet und die Beatsteaks sind zurück mit einem Album, das eigentlich alles hat, aber es einen nicht wirklich einfach macht. So war schon am Tag der Veröffentlichung die Menge gespalten. Es gab Kommentare zwischen: kompletter Begeisterung, kompletter Enttäuschung und jenen, die irgendwo dazwischen lagen. Den Beatsteaks scheint es also mal wieder gelungen zu sein, ein Album zu schaffen, was noch einige Diskussionen bereit hält. Schon .Limbo Messiah war mit seinem neuen, etwas düsteren Sound, ein Album was das Fanlager aufspaltete. Boombox wird nun weiter daran arbeiten, dass noch mehr gespaltet wird. Von einigen ist zu hören, die Beatsteaks seien nun offiziell in die Gefilde des Mainstream Rocks geglitten. Songs wie Milk & Honey, bereits bekannt aus Funk und Fernsehen, oder auch Let’s See mögen diesen Eindruck entstehen lassen, doch gibt es auf Boombox noch wesentlich mehr zu hören. Die Beatsteaks präsentieren sich auf ihrer ja immerhin auch schon sechsten Platte facettenreicher als je zuvor. So scheinen die sie alles zu wollen, um auch wirklich jeden glücklich zu machen. Seien es die Radio-Songs wie eben Milk & Honey, oder Songs mit Post-Punk einschlag wie Cheap Comments. Die Beatsteaks können aber auch immer noch dreckig und rau klingen und so Erinnerungen an die Living Targets Zeit wieder hervorrufen wenn sie in Behaviour in 73 Sekunden den guten alten Punk aus der Kiste holen, nur um im nächsten Moment mit einen Off-Beat Song wie Automatic um die Ecke zu kommen, der so sehr nach Sommer klingt, dass man denken könnte es wäre schon Sommer, und außerdem mit dem Einsatz von Bassist Thorstens Tochter den wohl süßesten Moment, den dieses Jahr ein Album haben wird, inne hat. Und dann gibt es da noch Moment, wie zum Beispiel Under A Clear Blue Sky, in den man sich so sehr an Band wie Biffy Clyro erinnert fühlt, dass man denken könnte sie covern gerade eine bislang unveröffentlichte B-Seite von ihnen. Dieser wilde Mix prasselt dann in kurzen 34 Minuten auf einen ein und man fühlt sich im ersten Moment sicherlich noch etwas überfordert. Boombox ist ein Album was auf jedenfall seine Zeit braucht um zu wachsen oder eben auch, als totaler Mist empfunden zu werden.

Fazit:
Ich für meinen Teil muss sagen das mir Boombox sehr gut gefällt. Es gibt Songs, die einfach nur gute Laune machen, Songs die nur zum durchdrehen gedacht scheinen und auch einige Hymnen zum mitsingen auf Konzert oder Festival. Vielleicht wäre es im Endeffekt aber besser gewesen, doch etwas weniger zu experimentieren und ein bisschen weniger in verschiedene Richtungen zu gehen und sich lieber auf eine Richtung etwas mehr zu konzentrieren. Die musikalische Bandbreite ist zwar ziemlich gut und wirkt in sich stimmig, doch wirkt es auch ein bisschen so, wie ich es schon weiter oben erwähnt hab, das man es irgendwie allen so ein bisschen recht machen wollte. Jetzt bleibt abzuwarten wie die Songs live rüberkommen und wie sich das Album über das Jahr entwickelt. Und ob der positive Ersteindruck bestätigt bleibt.

Anspieltipps: Cheap Comments, Bullets from another Dimension, Automatic

Endergebnis: 10 von 12

Hier noch einmal das Video zu ersten Single Milk & Honey:


A Closer Look: Nagel – Was kostet die Welt

Artist: Nagel

Album: Was kostet die Welt

Genre: Hörbuch mit Musik

Allgemein: 5 “Songs” in ca. 23 Minuten

Veröffentlichung: 21.01.2011

Wie schnell die Zeit vergeht, merkt man, wenn man sich klar wird, dass das letzte Muff Potter Konzert auch schon über ein Jahr zurück liegt. Seitdem hat man nichts mehr von den Potters gehört. Doch der feine Herr Nagel ist seit letztem Jahr wieder ziemlich aktiv. Zum einen ist er wieder musikalisch unterwegs als Bassist von den Blood Robots dann hat er aber auch seinen zweiten Roman Was kostet die Welt veröffentlicht. In diesem geht es um Meise der sein Erbe für eine Weltreise auf den Kopf gehauen hat und zurück in Berlin sich nicht mehr im Großstadtleben zurecht findet. Und genau um diesen dreht es sich auch bei seiner ersten “Soloplatte”.
Denn Was kostet die Welt ist kein Hörbuch, wie man vielleicht im ersten Moment vermutet. Zumindest nicht im klassischen Sinne. Eher bekommt man vier Textstellen aus dem Buch (natürlich von Nagel selbst) vorgelesen welche dann entsprechend musikalisch unterlegt wurden sind. Jedoch sollte man keine Muff Potter typischen Gitarren erwarten. Was kostet die Welt erscheint nämlich auf Audiolith und so gibt es meist elektrische Beats zu hören. Diese wissen jedoch die Stimmung der Textstellen, wie z.B. einen vom Jetlag geplagten Morgen, super zu unterlegen. So sind die ersten drei Songs (oder auch die A-Seite der auf 1000 Stück limitierten 10″) allesamt richtig gut und weißen keinerlei Schwäche auf. Sei es nun der Song über den Jetlag, die Vorstellung wie er nach einem Friseurbesuch mit seiner Friseuse die Stadt verwüstet, oder wie Meise seine Freundin Verena in Tel Aviv kennenlernt. Dann kommt mit Quality Time die erste (und einzige Schwäche) der EP. Jedoch ist die Schwäche nicht der Text, (einen Hassmonolog von Meise, der verdammt witzig ist) oder die Musik (eine Mischung aus Beats und Klavier) sondern einzig und allein die Länge von immerhin von neuen Minuten finde ich störend. Man hätte besser eine andere Textstelle wählen sollen, denn einfach was weglassen währe bei Quality Time sicher nicht möglich gewesen. Wie erwähnt ist Quality Time die einzige (kleine) Schwäche und auch das Ende der von Nagel gelesenen Textstellen. Aber noch nicht das Ende der EP. Denn als fünften Song gibt es noch etwas besonderes. Bizarre Love Triangle, den meisten wahrscheinlich in der Version von New Order bekannt, von Nagel in einer wunderschönen Akustikvariante gecovert, was dann auch im krassen Kontrast zum Rest der EP bietet. Hier gibt es keine wütenden Beats sondern wirklich nur Nagel und seine Akustikgitarre und besser könnte die EP nicht enden.

Fazit:
Was kostet die Welt ist eine Sache für sich. Anfangs mag es noch ziemlich komisch klingen da man doch hört das hier gelesen und nicht gesungen wird, die Texte halt für ein Buch und nicht für einen Song geschrieben wurden. Doch nach schon ein paar Durchläufen gewöhnt man sich daran und dann findet man es nur noch super. Und das New Order Cover ist sowieso ganz großes Tennis.

Einzelergebnisse:
5 Uhr 44 – 10 von 12
Ein Abend Wahnsinn – 11 von 12
Tel Aviv – 10 von 12
Quality Time – 8 von 12
Bizarre Love Triangle – 12 von 12

Endergebnis: 11 von 12

Hier noch das Video zu Ein Abend Wahnsinn:


A Closer Look: Copilot – Kindererholungsheim

Künstler: Copilot

Album: Kindererholungsheim

Genre: Indie, Punk

Allgemein: Acht Songs in ca. 22 Minuten

Veröffentlichung: Dezember 2010

Eigentlich sollte diese Review schon längst online sein. Doch die Herren von Copilot machen es einem ja mal wieder schwer. Was sie bei ihrer letzten CD Kleinstadtgeschichten schon sehr bemerkenswert geschafft haben, setzen sie jetzt auf dem Nachfolger erfolgreich fort. Musik zu machen die schwer zu beschreiben ist, verdammt schwer sogar. Ein Wort würde niemals reichen um wirklich alles zu erfassen. Auf Kleinstadtgeschichten wusste man schon nicht, ist das Indie, oder doch Deutschpunk, oder Post-Punk oder was ganz anderes? Eins konnte man nach dem ersten Versuch festhalten: Copilot machen auf keinen Fall Musik für die breite Masse sondern eher für eingeweihte Musikliebhaber die ihr Handwerk zu schätzen wissen. Aber nach Kleinstadtgeschichten hatte ich das Gefühl das da noch eine Menge Luft nach oben ist und Copilot noch wesentlich mehr erreichen können. Dementsprechend habe ich mich gefreut als sie Ende 2010 Kindererholungsheim veröffentlichten. Und mehr DIY geht eigentlich schon gar nicht: die CD kommt im schönem durchnummerierten, eigens beklebten, schlanken Digipack. Natürlich kommt das Beste dann aber noch: die Musik. So hört man gleich von Anfang an: das sind immernoch Copilot! Man könnte auf die Idee kommen das sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel geändert hat. Doch schnell merkt man: es hat sich einiges geändert. Naja, übertreiben wir es nicht. Sagen wir es so: Copilot haben die Formel ihres Debüts genommen und sie logisch verbessert. Soll heißen: sie richtig Musikalisch einzuordnen bleibt schwer. Doch wirken sie auf Kindererholungsheim wesentlich melodischer. Ihre Songs rumpeln nicht mehr so, sondern setzen sich jetzt eher ins Ohr. Am besten sieht man das warscheinlich an Wie man hinkend laufen kann. Man kann ganz unironisch sagen das Copilot damit ein echter kleiner Hit gelungen ist, der sich mit seinem melancholischen Sound in der Strophe und dann dem schnelleren Spiel im Refrain wirklich keine Wünsche übrig lässt. Aber auch hier hört man eine Sache die sich im Vergleich zum Vorgänger nur wenig geändert hat: der eigenwillige Gesang von Sänger Kevin der in bestimmten Phasen mehr an Sprechgesang erinnert ist geblieben, in allen Songs. Leider wirken nicht alle Songs so positiv wie eben Wie man hinkend laufen kann oder auch Deine Welt verkriecht sich, das besonders mit dem Endpart, der von allen Bandmitgliedern geschrien wird, punktet. Ein paar Songs wirken neben den wirklich großartigen Songs so als fehlte ihnen noch der letzte Schliff um sie auf das Niveau der anderen zu bringen.

Fazit:
Copilot haben mit Kindererholungsheim einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Sie haben die richtigen Sachen verändert und so eine gute Platte geschaffen die das Debüt locker übertrifft. Jedoch habe ich auch diesmal wieder das Gefühl, dass doch noch einiges mehr drin gewesen wäre. Das man vielleicht jedem Song dieses Positive Gewand hätte geben können. Doch wirkt Kindererholungsheim auch wie der logische Nachfolger von Kleinstadtgeschichten der, ich erwähnte es schon am Anfang, die Formel einfach noch um ein paar Komponenten erweitert. Copilot sind ja noch jung und können so noch einiges erreichen. Und ich bin mir ganz sicher, dass sie das schaffen werden.

Einzerlergebnisse:
Wie man hinkend laufen kann – 9 von 12
50 Mark Schnäuzer – 6 von 12
Musterlösung – 6 von 12
Frühromantische Konkurrenz – 7 von 12
Sparflamme – 5 von 12
Schlechtes Karma / Guter Haarschnitt – 8 von 12
Deine Welt verkriecht sich – 9 von 12
Feuerwerk, Laserschwert – 8 von 12

Endergebinss: 7 von 12

Nachdem ich ihn so sehr gelobt hab, noch das Video zum Song Wie man hinkend laufen kann


A Closer Look: Beatsteaks – Milk & Honey EP

Künstler: Beatsteaks

Album: Milk & Honey

Genre: Punk, Rock

Allgemein: Sechs Songs in ca. 18 Minuten

Veröffentlichung: 14.01.2011

Wie es sich nun mal für ein ordentliches Major-Album gehört gibt es ein, bis zwei Wochen vor Release des eigentlichen Albums noch einmal die erste Singleauskopplung auf CD. Damit man als richtiger Die-Hard Fan die verbleibende Zeit bis zum Album übersteht. So hat Warner auch für die Beatsteaks eine Single im schönen rosa Digipack gemacht. Doch braucht man die nun wirklich? Auch wenn man kein Die-Hard Fan ist?

Natürlich ist zualler erst einmal der Song um den es gehen soll drauf: Milk & Honey. Bekannt aus Funk und Fernsehen. Doch wenn man den unbedingt noch vor Album Release brauchte hat man ihn sich schon mitte Dezember irgendwo heruntergeladen und wenn nicht, hält man auch noch die restliche Zeit ohne aus. Gefolgt wird die Originalversion, fast schon Beatsteaks typisch, von einer A Capella und einer Instrumentalversion von Milk & Honey. Aber auch die zwei sind für mich noch lang nicht der Grund warum man für das Teil sechs Euro hinlegen soll. Die Instrumentalversion ist zwar ganz cool, die A Capella Version hingegen richtig unnötig.
Als nächstes kommen die zwei Gewinner des Cover-Wettbewers: How to loot Brazil und irgendein DJ (es tut mir ja leid aber ich kann aus den Angaben einfach nicht entnehmen wie er nun eigentlich heißt) mit ihrer Version von Milk & Honey. Während die Version von How to loot Brazil noch wirklich gut ist, ist die andere echt zum vergessen. Die Lyrics sind so gesungen das sie mich Kaya Yanars Figur Ranjid erinnern. Das kann man lustig finden, oder eben auch nicht. Ich frage mich sowieso warum nicht die Version der Donots genommen wurde. Aber das wird warscheinlich auf ewig ihr Geheimniss bleiben. Mit dem letzten Song kommt dann auch, neben dem Original von Milk & Honey das einzige Highlight: das The Jesus & Mary Chain Cover Head On. Der noch einmal ein schönes Ausrufezeichen zu setzen weiß.

Fazit:
Wenn ihr nun wirklich keine dieser eingangs erwähnten Die-Hard Fans seit: lasst die Finger von der EP. Der einzige Kaufgrund wäre wirklich das The Jesus & Mary Chain Cover und das kann man sich auch einzeln runterladen und spart dabei fünf Euro und hat schon circa 1/3 des Geldes für das Album zusammen.

Hier jetzt das Video der Donots Version von Milk & Honey:

Und HIER gibt es noch einen kurzen, aber wie ich finde, guten Post über den Zerfall der Single.


A Closer Look: City Light Thief – Laviin

Künstler: City Light Thief

Album: Laviin

Genre: Post-Punk, Indie

Allgemein: 10 Songs in ca. 36 Minuten

Veröffentlichung: 07.01.2011

Grevenbroich in der Nähe von Mönchengladbach ist jetzt nicht unbedingt als musikalische Hochburg Deutschlands bekannt. Doch nun hat es eine Band aus eben jener Stadt geschafft das Interesse einiger musikbegeisteter auf sich zu ziehen. So natürlich auch meine Aufmerksamkeit. Die Band von der hier die Rede ist heißt City Light Thief und hat im Januar nun endlich ihr Debütalbum Laviin veröffentlicht.
Und wie sich das für ein Debütalbum gehört verlieren sie keine Zeit. Gleich der Opener Driftwood, zeigt, wohin die wilde Reise gehen soll. Von ganz klaren, ja öfters fast sanft wirkenden, gesungenen Passagen über,manchmal schon an Hardcore erinnenrde Schreiparts bis hin zu mehrstimmigen Gesang bekommt man auf Laviin wirklich alles geboten (sogar Sprechgesang im Song Circa Now). Man scheint fast dem Moto gefolgt zu sein: “Mehr ist noch nicht genug.” Das scheint jedoch nicht nur für den Gesang, sonder auch für die Musik Richtlinie gewesen zu sein. So ist es doch verdammt schwer City Light Thief richtig einer Schublade zuzuordnen. Das ist irgendwo zwischen typischen Deutschen Post-Punk der Marke Captain*PlanET um dann im nächsten Moment wieder mehr an typischen Indie Sound von z.B. Blood Red Shoes zu erinnern. In den geschrienen Parts könnte es dann aber auch Post-Hardcore sein. Ihr seht, es ist wirklich schwer und war sicher auch so beabsichtigt. Im Endeffekt ist es doch aber auch egal was es ist, die Mischung aus wilden Gitarrenwänden, Hardcoreriffs, und wiederrum ruhigen Parts weiß einfach zu begeistern und überzeugen. Natürlich wissen City Light Thief auch dem ganzen mit ordentlichen Texten den noch nötigen Feinschliff zu verpassen. Auf der Bandwebsite heißt es: “Die Texte beschreiben oft das Gefühl vom Heimat- und Orientierungslosigkeit, hinterfragen das eigene Handeln und die eigene Persönlichkeit. In diesem Sinne haben wir für unsere Altersklasse wohl ein ziemliches Klischeealbum aufgenommen, aber das ist bestens so.” und damit haben sie recht! So heißt zum Beispiel die erste Zeile des Songs Circa Now “And as I’m sure I’ll be the first to know that I can’t do that. No I won’t do that.” Man wird sich sicher das ein oder das andere mal verstanden fühlen. Im letzten Song Punkt.Aus?Ende! hört man dann auch das diese fünf Jungs aus Deutschland kommen, dank eines Gesangparts der dann im Gegensatz zum Rest des Albums auf Deutsch ist.. Was man im laufe des Albums schon einmal vergessen kann.

Fazit:
City Light Thief haben ein Debütalbum mit wirklich nur kleinen Fehltritten geschaffen. Im Mittelteil finde ich fehlt den Songs ein wenig diese besondere Atmosphäre die man am Anfang und am Ende geliefert bekommt doch schlecht kann man sie deswegen auch nich gleich nennen. Es hat zwar ziemlich lang gedauert bis das Album bei mir endlich angeschlagen hat doch bin ich jetzt einfach nur noch begeistert. Ich denke City Light Thief könnten dieses Jahr die Band werden auf die sich Fans verschiedener Genre ohne Probleme einigen können.

Anspieltipps: Golden Roots, Circa Now, Pioneers.

Endergebniss: 9 von 12

Damit ihr euch schon einmal ein Bild von ihnen machen könnt, gibt es hier das neue Video zum Song Punkt.Aus?Ende!


A Closer Look: Frank Turner- Rock & Roll

Künstler: Frank Turner

Album: Rock & Roll (EP)

Genre: Songwriter/Folk

Allgemein: 5 Songs in ca. 17 Minuten

Veröffentlichung: 6.12.2010 (iTunes)//14.12.2010 CD (über Amazon)

Frank Turner meldet sich zurück. Eigentlich war er ja nie so wirklich weg. Ich glaube es gibt kaum Künstler auf der Welt die so fleißig am Touren sind wie der sympatische Songwriter aus England. Egal ob es Amerika, Europa oder sonstwo auf der Welt ist er kommt überall hin. Das letzte Album Poetry of the Deed ist auch erst letztes Jahr erschienen und 2008 Love Ire & Song. Also dürfte man doch als Fan rundum glücklich sein. Aber wer wirklich Frank Turner Fan ist weiß, dass man schnell süchtig nach mehr wird. Und so gibt es diesen Monat endlich Nachschub.

Aufgenommen zwischen zwei Touren soll diese EP als Vorbote für das für Frühjahr 2011 geplante vierte Studioalbum dienen und doch wird nur ein Song von insgesamt fünf auch auf eben jenen zu hören sein. Außer I still believe werden alle Songs exclusiv auf dieser EP erscheinen. So eröffnet I still believe auch gleich und jedem Frank Turner Fan wird ein erstes Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Der Song ist ein fröhlicher, zum tanzen animierender Song und wirklich der perfekte Opener. Man fühlt sich gleich wieder heimisch beim Frank es wird alles aufgefahren was er bis jetzt schon so zu bieten hatte: natürlich seine Akustikgitarre, ein fröhliches Auflockerndes Schlagzeug, dann setzt auch noch ein Klavier ein bisschen Publikum ist auch zu hören und zu guter letzt noch ein kurzer Mundharmonika Part und dann klingt der Song ganz ruhig aus. Man ist eigentlich jetzt schon komplett zufrieden.

Aber es geht ja noch weiter. Als nächstes kommt Pass it along. Das Tempo was noch bei I still believe war wird komplett rausgenommen und man wird sanft von einer Akustikgitarre und Franks überragender Stimme empfangen. Man hört sanft das Schlagzeug im Hintergrund und rechnet eigentlich damit das es den ganzen Song so weitergeht. Bis kurz vor Ende es sich immer weiter steigert. Jedoch bleibt trotz dessen die gewisse Ruhe im Song drin.
Ruhig geht es dann auch im dritten Song zu. In Rock & Roll Romance beschränkt sich alles auf Franks absolut geniale Stimme und eine gezupfte Gitarre. Was besonders heraussticht ist das Gefühl das in diesem Song liegt. Das liegt besonders an der Stimme die er sonst bevorzugt kraftvoll einsetzt aber hier so ruhig hält das es diesem Song und den Zeilen (z.B.:“I can sympathize cuz I’ve been searching too/yet to find a girl half as good as you”) das Gefühl verleiht die es braucht. Nach zwei Minuten ist es dann leider aber auch schon wieder vorbei.
To absent friends führt dann aber zurück auf altbekannte Wege. Ein typischer Frank Turner + Band Song erwartet euch. Und vorallem ein typschen Frank Turner Thema: seine Freunde & das auf Achse sein und so getrennt von ihnen. Zum Ende gewinnt der Song dann noch einmal fahrt und es wird alles gegeben.
Da die EP ja Rock & Roll heißt fehlt auf jedenfall ein Thema: Alkohol! Welches dann im letzten Song The Next Roundbehandelt wird. Auch der Song beginnt ruhig. Mit Akustikgitarre, einem fast schleichend wirkendem Schlagzeug und ruhigen Klavier kommt er über einen herein und scheint einen zu umarmen um einen versönlichen Abschluss zu finden. Dann am Ende packt Frank aber noch einmal die kraftvolle Seite seiner Stimme aus und findet so den perfekten Abschluss für die EP.

Fazit:
Rock & Roll überbrückt die Zeit bis zum Album nahezu perfekt. Er übertrifft sich zwar nicht gerade selbst und ist von seinen großartigen Songs wie Substitute oder Long Live The Queen noch ein bisschen entfernt trotzdem wird jeder Fan mehr als zufrieden mit dem Ergebniss sein. Auch finde ich die EP perfekt um sich mit ihm anzufreunden. Da er seine bisherigen verschiedenen Seiten perfekt zusammenfasst.

Einzelergebnisse:
I still believe – 11 von 12
Pass it along – 8 von 12
Rock & Roll Romance – 9 von 12
To absent friends – 9 von 12
The Next Round – 7 von 12

Endergebniss: 8,5 von 12

Hier noch das offiziele Video zu I still believe:


A Closer Look: Herrenmagazin vs. Audiolith

Künstler: Herrenmagazin

Album: Herrenmagazin vs. Audiolith

Genre: Electro/Remix

Allgemein: 4 Remixe in ca. 17 Minuten

Veröffentlichung: 03.12.2010 (iTunes exclusiv)

Die Ankündigung dieser Remix EP ließ mein Herz schon ein wenig höher schlagen. Ich bin kein Freund von Remixen aber hatte ein gutes Gefühl. Immerhin waren es ja Audiolith die da ihre Finger mit im Spielt hatten und kein anderes Label steht derzeit wohl für größeres Garantiepotenzial als die Hamburger.

So beginnt die EP auch grandios mit dem Remix von In den dunkelsten Stunden von der Audiolith Band schlechthin: Frittenbude! Jeder der schon einmal einen Frittenbude Remix gehört hat, weiß das die nicht einfach so remixen. Sie machen den Song komplett neu. So auch diesmal. Der Text orientier sich wie immer natürlich am Original ist aber stark umgestellt und von Frittenbude Sänger Johannes Rögner vorgetragen. Dazu tragen Sanfte-Beats den Song wirklich wunderbar. Ein übertriebenes Geballer wäre Herrenmagazin auch nicht gerecht gewesen. Ein besonderer Leckerbissen ist das Herrenmagazin Sänger Deniz Jaspersen den Refrain selbst singt und seine Stimme einfach wunderbar zu den Beats passt.

Leider geht es nicht so grandios weiter. Der Remix von Gold für Eisen von den Gebrüder Panzerfaust ist leider nicht so überzeugend wie der Frittenbude Remix. Wo das ganze schon wieder mehr Electro ist als eigentlich nötig. Der Beat passt zwar immernoch ziemlich gut doch diese typischen, nervigen Effekte (wie sie für Remixe leider so üblich sind) machen den sonst eigentlich positiven Eindruck des Remix kaputt.

Der nächste Remix kommt von den deutschen Electropunk Urvätern Egotronic die sich den grandiosen Song Erinnern vorgenommen haben. Die den Song erstmal mit ein paar Handclaps aufgehübscht haben die sie dann einfach durch den ganzen Song gezogen haben. Den Rest des Songs macht dann der typische Egotronic Sound aus. Minimale Beats die sich ein bisschen unsauber anhören. Gegen Ende des Songs könnten es dann aber auch Frittenbude sein die da am Werk sind. Der Remix gefällt mir aber ganz gut.

Das Beste kommt ja bekanntlich immer zum Schluss. Nur leider ist das hier nicht so.
Der Remix von Gespenster ist echt nicht gut gewurden. Er fängt schon komisch an. Das Intro ist durchzogen von einem ziemlich merkwürdigen, keine Ahnung was, ein Stöhnen oder Summen oder was auch immer. Was sich dann auch durch den ganzen Song zieht. Und es geht weiter: gleich nach dem Intro erkennt man was noch viel schlimmeres als dieses Summen. Den Gesang! Was auch immer sich dieser Thilo Meyer-Tokracks der dafür verantwortlich ist gedacht hat, viel scheint es nicht gewesen zu sein. Der Gesang von Deniz Jaspersen ist durch einen krässlichen Effekt entstellt der es wirklich fast unhörbar macht.

Fazit:
Ich habe ein bisschen mehr von Herrenmagazin vs. Audiolith erwartet. Der Frittenbude Remix ist zwar richtig gut & auch der Egotronic Remix ist echt genial doch auf die anderen hätte ich echt verzichten können. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran das ich kein Remix Fan bin oder ein zu großer Herrenmagazin Fan um ihre Songs in dem Gewand zu hören. Ihr solltet euch besser selbst ein Bild machen.

Einzelergebnisse:
Frittenbude- Durch diese Nächte 10 von 12
Gebrüder Panzerfaust- Gold für Eisen 6 von 12
Egotronic- Erinnern 8 von 12
Thilo Meyer-Tokracks- Gespenster 2 von 12

Endergebniss: 7 von 12(Kein Durchschnitt der Einzelerbnisse sondern die Bewertung der EP im gesamten.)

Hier noch die, meiner Meinung nach, zwei besten Remixe zum Probehöre:
Durch diese Nächte (Herrenmagazin feat. Frittenbude) by wechsellook

Erinnern (Egotronic Remix) by wechsellook


A Closer Look:Pascow- Alles muss kaputt sein!

Eine ganz kurze Erklärung: mit der Überschrift A Closer Look werden absofort all meine Reviews ausgestattet sein.Natürlich werden hier zu 90% irgendwelche neuen Alben besprochen. Vielleicht findet sich aber auch noch andere Dinge. Nun wünsch ich euch aber erstmal viel Spaß mit der ersten Album-Review die ich je schreiben werde.

Künstler: Pascow

Album: Alles muss kaputt sein.

Genre: (Deutsch)Punk

Allgemein: 15 Songs in ca. 32 Minuten

Veröffentlichung: 22.10.2010

Das ich überhaupt auf die neue Platte von Pascow aufmerksam gewurden bin ist der Visions zu verdanken. Die hatten sie in ihrer Rezession von Alles muss kaputt sein! mit Muff Potter verglichen und da Muff Potter bei mir einen gewissen Heldenstatus haben bin ich nicht drumherum gekommen mir die Platte zu kaufen. Und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Was die Jungs von Pascow da hingelegt haben ist eine schnelle, aggresive und vorallem wahnsinnig mitreißende Deutschpunk Platte. Der Vergleich mit Muff Potter ist auf jedenfall nicht ungerechtfertigt doch machen Pascow doch ein bisschen was anders als die Großmeister.
Vorallem die angesprochene aggresivität ist ein großes Plus der vier Rheinland-Pfalzer wofür vorallem die rotzige Stimme von Sänger Alex verantwortlich gemacht werden muss. Was der aus seinem Organ rausholen kann ist einfach ganz großes Kino. Wenn er in Songs wie dem grandiosen OpenerThe strongest of the strange oder Mond über Moskau wirklich aus voller Seele zu schreien zu scheint ist das wirklich ein Fest für die Ohren.
Ein besonderes stimmliches Erlebniss gibt es dann auch in dem Song An die Maulwürfe. Herr Neumann von den Legenden von Duesenjaeger gibt sich da nämlich die Ehre für ein paar Zeilen mit seiner unverkennbaren Stimme.

Das Beste an der Platte ist aber ohne Frage das sie in ihren gesamten 15 Songs nicht daran denkt an Power zu verlieren. Besonders das variable Gitarrenspielt hat mich überzeugt. Während man in manchen Songs das Gefühl hat als wäre es eine Mauer von Gitarren die sich da aufbauen, gibt es aus Passagen in dem die Gitarre nur selten (dafür dann aber ausdrucksvoll) angeschlagen wird und man wieder Zeit zum Atmen hat. Aber auch vor Passagen die an klassichen Ami-Skatepunk erinnern wird nicht halt gemacht.
So wird die ersten 13 Songs des Album einfach alles rausgehauen was sie so an Lautstärke raushauen können (dem 45 Sekunden Instrumental Fritz Feratu mal ausgenommen.). In den letzten zwei Stücken wird dann etwas ruhiger gemacht und mehr Platz für Emotionen gelassen, wehalb der letzte Song vielleicht ja auch 2,5 Minuten echte Gefühle heißt. Und sie beweisen das sie sich in diesem Sinne nicht vor anderen Bands verstecken müssen.

Fazit:
Alles muss kaputt sein! ist eine der durchaus gute Platte gewurden. Für Menschen bei denen sich Bands wie: Muff Potter, Duesenjaeger oder Turbostaat in der Plattensammlung befinden. Leider gibt es ein paar Songs die bei mir nicht so ganz gezündet haben. Wie z.B. Wenn Mile schläft oder Deine Bastards.
Endergebniss: 8 von 12.
Anspieltipps: The stongest of the strange, Das ist Gimbweiler nicht L.A., Mond über Moskau, Too doof too fuck


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