Archive for März, 2011

Findus: Mrugalla hören.

Seit ich den Blog hier führe fällt mir immer mehr das es scheinbar mittlerweile Standard ist zum neuen Album vorher einen Stream rauszuhauen um den Fans noch einmal richtig heiß zu machen. Seien es nur kleine Ausschnitte der Songs oder halt gleich der ganze. Alles ist möglich. Auch die sympathischen Post-Punker von Findus geben Interessierten die Möglichkeit schon vor dem Kauf in ihre neue Platte Mrugalla reinzuhören. Das ganze präsentiert sich Stil sicher im Stream mit Leuchtturm/Meer/Flaschenpost Optik. Die 14 Songs des Album sind dann auch noch komplett zum anhören bereitgestellt wenn das nichts ist. Dann waren die Jungs auch noch so nett gleich einen Link drunter zu machen unter dem man die neue Platte, im Hasenplatte Shop,  bestellen kann (Da es beim größten Internetversandhaus dauert bis sie verschickt werden kann, sollte man das Angebot auch nutzen!) und dazu noch ein Poster bekommt oder das ganze im Spezial Paket bestellt. Jetzt aber genug geredet! Einfach HIER klicken und ihr könnt in Mrugalla reinhören.

 


A Closer Look: The Blackout Argument – Detention

Artist: The Blackout Argument

Album: Detention

Genre: Hardcore

Allgemein: 14 Songs in ca. 43 Minuten

Veröffentlichung: 04.02.2011

Wenn man hört das ein Album auf Redfield Records erschienen ist, weiß man eigentlich schon das es sich um ein Hardcore Album handelt. So auch bei The Blackout Argument. Die fünf Münchener veröffentlichten dieses Jahr ihr drittes Album, das erste bei Redfield Records, und auch sie erfinden das Redfield-Rad sowie auch das (Post-)Hardcore-Rad nicht neu. Schon beim Opener, High Treason on your Own, merkt man das man hier nicht auf besonders viel Innovation treffen wird. Der Gesang ist ein munterer Wechsel aus Growls und klarem Gesang, Gitarre und Schlagzeug scheinen sich zu duellieren wer hier nun das dominierende Instrument ist und der Bass macht die ganze Sache dann rund. Also kann man sagen: alles wie immer im wildem Hardcore Geflecht. Das kann man jetzt natürlich negativ auffassen, sollte sich aber im nächsten Moment fragen, ob man überhaupt was anderes will. Und doch trifft man in den 14 Songs von Detention auf den ein oder anderen Leckerbissen. Sei es Absolution for Supermen bei dem gegen Ende Fink von Zero Mentality zu hören ist und den Song mit seiner Stimme noch einmal ordentlich nach vorn schiebt, oder das sich direkt anschließende Fine Feathers make fine Birds das mit einem Refrain der Oberklasse und ziemlich wütend klingenden Parts in den Strophen sicherlich für den ein oder anderen offenen Mund sorgen kann. Der stärkste Song ist meiner Meinung nach jedoch der vorletzte, Overweight against Heart Attacks. Der Song ist sowieso schon verdammt gut geworden, Refrain und Strophe passen. Doch dann, kurz vor Ende kommt die Überraschung: Rapper Casper leiht dem Song für circa 20 Sekunden seine Stimme, und sorgt damit dann für das klare Highlight des Albums. Leider bekommt man nicht das ganze Album über solche wirklichen Hochkaräter. Der Großteil der Songs will einfach nicht so richtig ins Ohr und bleibt im Schatten der Songs die etwas mehr herausstechen.

Fazit:
Detention ist, auch wenn das mein letzter Satz jetzt vielleicht vermuten lässt, kein schlechtes Album. The Blackout Argument verstehen was von ihrem Handwerk. Vielleicht liegt es an der Qualität mancher Songs das Andere dabei auf der Strecke bleiben, vielleicht hätte man einfach nur ein paar weniger Songs auf das Album packen sollen (14 sind ja eine ganze Menge) damit sie mehr auffallen. Aber das alles ist egal. Jetzt ist es ja zu spät. Detention ist trotz alledem ein gutes Hardcore Album geworden dem jeder Genre-Fan dieses Jahr eine Chance geben sollte um sich sein ganz eigenes Bild zu machen.

Anspieltipps: Absolution for Supermen, Fine Feathers make Fine Birds, Overweight against Heart Attacks

Endergebnis: 8 von 12


Rise Against: Endgame im Stream

Am 11.03.2011 ist es endlich soweit! Dann hat das Warten ein Ende und das sechste Studioalbum von Rise Against kann gekauft werden. In Deutschland sogar noch vor den anderen Ländern dieser Welt. Und man kennt es ja: so kurz vor Veröffentlichung steigt die Neugier auf das Album dann langsam, jeden Tag mehr, bis ins unermessliche. Wenn ihr nun nicht mehr warten wollt bis zum 11.03 um Endgame gibt es ab sofort Hilfe für euch. Denn die netten Menschen von Universal haben sich dazu entschlossen das Album zu streamen. Zwar nicht komplett sondern immer kurze Stücke aber das reicht um schon einmal einen ersten Eindruck von Endgame zu gewinnen. Das ganze nennt sich Webwheel und sieht auch gar nicht so schlecht aus. Also heißt es nun schnell HIER klicken und genießen. Außerdem wird es zu Endgame noch ein Haufen Releasepartys geben. HIER findet ihr alle Daten. Und ich bin mir sicher, so viele wie das sind wird auch was bei euch in der Nähe sein.


Adolar: sind wieder im Studio.

Meine Euphorie und Bewunderung für ihr Debütalbum Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre! ist immer noch nicht Abgeklungen (und das Album wird immerhin bald schon ein Jahr alt!) da treffen gestern die ersten, kleinen Nachrichten zum Nachfolger bei mir ein. Okay, das Adolar am Nachfolger zum Debütalbum arbeiten ist schon lang kein Geheimnis mehr doch gestern gab es dann erste News die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lies. So haben sie sich mit ihrem Produzententeam Tim Tautorat und Maximilian Trieder in den Maarweg Studios in Köln breit gemacht um Album Nummer 2 aufzunehmen. Release soll dann im Oktober diesen Jahres sein. Ein kleiner Auszug aus einem Chat, der der E-Mail beilag, lässt großes Erahnen. Die Songs sollen einfach alles umhauen. Man darf also gespannt sein und bekommt auf den Clubkonzerten im April sowie den Festivals im Sommer schon erste Eindrücke zu hören.

Adolar Live 2011
07.04.2011 – Hamburg (Molotow)
09.04.2011 – Münzkirchen (Möbelhaus) (Österreich)
15.04.2011 – Witten (Werkstadt)
16.04.2011 – Frankfurt a.M. (11er)
21.05.2011 – Wilhelmshaven (Honich Ums Maul Festival)
08.06.2011 – Nordhausen (Campusfest FH Nordhausen)
29.07.2011 – Sorge (Harz) (tba. (Festival))
30.07.2011 – Großefehn (Omas Teich Festival)
06.08.2011 – Horb Am Neckar (Mini-Rock Festival)
12.–13.08.2011 – Oberhausen (Olgas Rock Festival)
03.09.2011 – Bonn (tba. (Festival))


A Closer Look: Architects – The Here and Now

Artist: Architects

Album: The Here and Now

Genre: Hardcore

Allgemein: 10 Songs in ca. 40 Minuten

Veröffentlichung: 21.01.2011

Zu Beginn meiner kleinen Review möchte ich noch erwähnt haben, dass The Here and Now das erste Album der Architects ist mit dem ich mich genauer beschäftige. Alle vorherigen Alben die die Band so veröffentlicht hat sind mir (bis jetzt) ziemlich unbekannt. Warum ich das sage? Da ich in meinen Recherchen zu dem Album ziemlich oft auf Aussagen von Fans getroffen bin das The Here and Now nichts mehr mit den alten Sachen zu tuen hat. Ihr dürft also keine Vergleiche mit älteren Alben erwarten. Völlig ohne Erwartungen bin ich also an das Album herangegangen. Außer natürlich der Erwartung eine gute Hardcore Platte aus UK auf die Ohren zu bekommen. Und so wurden in den ersten vier Songs des Albums meine Erwartungen schon einmal mehr als befriedigt. Die Architects überzeugen durch schnelles Gitarrenspiel und einen Drumsound der auch als Workout dienen könnte. Sänger Sam Carter überzeugt durch eine Stimme die sowohl in den Schrei- und Growl Parts überzeugt als auch in den normalen Gesangpassagen. Als Highlight dieser ersten vier starken Songs muss ich auf jedenfall Song Nummer 3, Delete, Rewind, hervorheben. Besonders der hymenartige Refrain überzeugt auf ganzer Linie, Sam Carter scheint sich die Seele aus dem Leib schreien zu wollen. Doch dann kommt der fünfte Song, An open Letter to Myself, und das Bild der wütenden Hardcoreband wird mit einem Schlag eingerissen. Ein Song den man so nach den ersten vier nicht erwartet hat. Poppig, ja fast radiotauglich, kommen Architects auf einmal daher. Kein schreien mehr sondern nur noch klarer Gesang. Sicherlich werden mich jetzt einige für diesen Vergleich hassen aber der Song erinnert mich einfach so extrem an 30 Seconds to Mars Vorallem ab Minute zwei, wenn der Song dann noch einmal mit marschierenden Drums und mehrstimmigen Gesang noch einmal fahrt aufnimmt könnte er auch gut von Jared Leto und Kollegen stammen. Das wäre auch alles negativ gemeint, würde mir der Song nicht doch so gut gefallen, wie er es eben tut. Mit dem vorletzten Song, Heartburn, driften sie noch einmal in die ruhigeren Gefilde ab. Jedoch weniger 30 Seconds to Mars like. Heartburn ist ein richtig gelungener ruhiger Song geworden, der dem geneigten Metalcore/Hardcore Fan sicher nicht gefällt, mir dafür umso mehr. Während er nur mit Akustikgitarre startet, wird einem spätestens wenn die Drums einsetzen klar das die Architects nicht nur laut sein können sondern genauso ein Gespür für leise Songs haben und während man noch in den Gedanken zu Heartburn festsitzt wird man vom letzten Song brutal aus diesem gerissen. Für mich ist das dann auch das Highlight des gesamten Albums. Year in Year out/Up and Away setzt sich aus zwei verschiedenen Songs zusammen. Und, wie gesagt, der Year in Year out Teil ist für mich das klare Highlight des Albums! Der Grund dafür ist auch ziemlich simpel: der Gastauftritt von Grag Puciato. Sänger von The Dillinger Escape Plan. Es ist kein langer Auftritt aber Puciato weiß in der kurzen Zeit die er hat dem Song noch eine ganz spezielle Note zu geben.

Fazit:
The Here and Now ist sicher kein klassisches Hardcore Album. Dafür sind es der ruhigen, poppigen Momente, dann doch zu viel. Doch Architects beweisen das sie beides können: zum einen die brachiale Hardcore Band seien aber auch genauso das Talent für ruhige Songs haben. Hätte Sam Carter nicht so eine überragende Stimme, die voller Emotionen steckt, würde ich vielleicht anders darüber denken, aber da er sie nun mal hat, und sie in den ruhigen Momenten einfach perfekt klingt, möchte ich da auch gar nicht zu viel meckern. Er bringt die Texte, die zum Großteil vom zweifeln und der Jugend handeln einfach perfekt rüber.

Anspieltipps: Delete, Rewind, An open Letter to Myself, Year in Year out/Up and Away

Endergebnis: 9 von 12

Und zum Abschluss noch das Video zu Learn to live:


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