Happenings: Akustikabend im Cheers (Mühlhausen)
Konzerte in Mühlhausen versprechen eigentlich immer, dass man gute, deutsche Bands sieht. So sollte diese Tradition auch an diesem Abend nicht gebrochen werden. Man hatte sich etwas ganz besonderes ausgedacht: im Cheers spielten drei wunderbare Bands auf, jeweils mit Akustikset. Die Vorzeichen standen also gut, dass das erste Konzert des Jahres schon ein erstes Highlight wird.
Den Anfang machte mustermannmusik. Den meisten warscheinlich eher als Peter Löwe, Sänger von mikrokosmos23 bekannt. Der seit letztem Jahr wieder öfters Solo unterwegs ist. Sein Set wurde natürlich von eigens für mustermannmusik geschriebenen Songs bestimmt. Die in Sachen Texten denen die er für mikrokosmos schreibt natürlich in nichts nachstehen. Vorallem der Song Mein Baumhaus (Ja, an Anlehnung an den Song von Captain*PlanET) sollte man gehört haben. Aber auch Songs von mikrokosmos23 wurden gespielt. Und da bist du, Knightrider Generation und Irland schafften es ins Set. Als Zugabe gab es dann noch Marias Lied aus dem Musical Linie 1. Warscheinlich bekannter als Hey Du von den Beatsteaks. Nach 45 Minuten ging er dann von der Bühne. Man kann nur hoffen das man in Zukunft noch mehr von diesem kleinen Solo-Projekt hören wird. Ich konnte nach dem Konzert noch ein paar Worte mit Peter wechseln. Er sagte es hätte schon ein paar Gespräche mit Lables gegeben aber falls ein Release kommt liegt er noch in ferner Zukunft und geplant wäre eigentlich nix dergleichen.
Nach einer kurzen Pause enterten rondellhund die Bühne. Oder zumindest 50% von ihnen. Simon und Jonas Kleinschmindt (beide Sänger/Gitarre) spielten eine dreiviertel Stunde eine Mischung aus eigenen Songs und verschiedenen Covern. Wer rondellhund noch nicht kennt: die eigentlich zu viert aufspielende Band kommt direkt aus Mühlhausen (sogesehen also die Local Heroes) und sind musikalisch am ehesten irgendwo zwischen Herrenmagazin und adolar einzuordnen. Man darf sich gern HIER mit ihnen vertraut machen und bei gefallen die Songs für lau runterladen. Vom 21.-23.Januar sind sie dann auch wieder im Studio um die nächste EP aufzunehmen. So hörte man in ihrem Set auch schon ein paar neue Songs und ich habe den Eindruck man sollte die Jungs im Auge behalten. Aber besonderes Highlight waren für mich dann, bei all der Qualität der eigenen Songs, die schon erwähnten Cover. So wurde unter anderem Muff Potter (Elend #16), The Gaslight Anthem (Great Expectations) oder auch Matula (Over The Top) zum besten gegeben. Und wenn ich die drei Bands an einem Abend hören darf bin ich eigentlich schon komplett zufrieden.
Den Schlusspunkt setzten dann Copilot aus der Nähe von Bielefeld. Diese haben im Dezember ihre zweite CD kindererholungsheim herausbrachten. So wurden natürlich besonders die Songs gespielt. Mit hitverdächtigen Namen wie Feuerwerk, Laserschwert, 50 Mark Schnäuzer oder Frühromantische Konkurrenz. Sie sagten zwar das es wirkliche die Ausnahme sei bei ihnen dass sie mal akustisch spielen. Man sollte aber vielleicht mal drüber nachdenken sowas vielleicht doch öfter zu machen. Mir gefallen sie akustisch sehr gut. Vorallem die kräftige Stimme von Sänger Kevin kommt so noch besser zur Geltung. Sie hatten sich, weil es natürlich was ganz besonderes war,
dieser Akustikauftritt, sogar etwas ausgedacht: so wurde mit wechselnder Bandbesetzung gespielt. Was im Klartext nichts anderes heißt das einmal bei drei Songs nur Sänger Kevin und Gitarrist Christoph auf der Bühne waren und später bei zwei Songs noch einmal Kevin mit Schlagzeuger Nico. Was jetzt nicht so besonders ist aber schon eine kleine Abwechslung war. Auch wurden ein paar neue Songs gespielt. Zum Beispiel William der inspiriert von einem Bild ist auf dem “William” zu sehen ist. William war auch gleichzeitig der Schlusspunkt des wirklich großartigen Abends und einem würdigen Beginn des Konzertjahrs 2011.

Pingback: akustikkonzert « COPILOT